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Das Zeitalter des Materialismus ist beendet.
Von nun an muß die Wirtschaft, muß die Technik den Menschen dienen, von denen und für die sie gemacht wurde. Erhalt und Hege von Natur und natürlichen menschlichen Gemeinschaften müssen oberste Priorität besitzen!
Nicht die Kulturen kämpfen gegeneinander, sondern alle kämpfen sie um ihr Überleben gegen die Welt-Einheitskultur!
"Soll ich mein letztes End´ und ersten Anfang finden, So muß ich mich in Gott und Gott in mir ergründen Und werden das, was er: Ich muß ein Schein im Schein, Ich muß ein Wort im Wort, Gott in der Gottheit sein."
"Gott ist im Himmel, und der Himmel ist Menschen. Soll aber der Mensch im Himmel sein, so muß der Himmel im Menschen offenbar werden. Dazu aber mußt Du Gott erkennen und ihm nachfolgen, dessen Reich im Himmel ist und mußt in einer fortwährenden Weihenacht der Gottesgeburt stehen......."
"Welcher Mensch Gott von draußen holt, der hat das Rechte nicht. Wir sollen Gott nicht außer uns suchen oder wähnen, sondern ihn nehmen, wie er unser eigen und in uns ist.""Ich bin die Ursache meiner selbst, nach meinem ewigen und nach meinem zeitlichen Wesen. Nur hierin bin ich geboren. Nach meiner ewigen Geburtsweise bin ich von Ewigkeit her gewesen, und bin und werde ewiglich bleiben. Nur was ich als zeitliches Wesen bin, das wird sterben und zunichte werden; denn es gehört dem Tage an, darum muß es, wie die Zeit, verschwinden. In meiner Geburt wurden auch alle Dinge geboren, ich war zugleich meine eigene und aller Dinge Ursache. Und wollte ich: weder ich wäre noch alle Dinge. Wäre aber ich nicht, so wäre auch Gott nicht. ...... Das man dies verstehe, ist nicht erforderlich." "Gott gibt allen Dingen gleich, und so wie sie von Gott fließen, so sind sie gleich. Ja, Engel und Menschen und allen Kreaturen fließen von Gott als gleich aus in ihrem ersten Ausfluß. Wer nun die Dinge in ihrem ersten Ausfluß nähme, der nähme alle Dinge als gleich. Sind sie (nun schon) so gleich in der Zeit, so sind sie in Gott in derEwigkeit noch viel gleicher. Nimmt man eine Fliege in Gott, so ist sie edler in Gott als der höchste Engel in sich selbst ist. Nun sind alle Dinge in Gott gleich und sind Gott selbst. Hier in dieser Gleichheit ist´s Gott so lustvoll, daß er seine Natur und sein Sein in sich selbst in dieser Gleichheit gänzlich durchströmt. Dies ist ihm lustvoll gleicher Weise, wie wenn einer ein Roß laufen läßt auf einer grünen Heide, die völlig eben und gleich wäre: des Rosses Natur wäre es, daß es sich im Springen auf der Heide mit aller seiner Kraft gänzlich ausgösse; dies wäre ihm eine Lust und seiner Natur gemäß. Ebenso ist es für Gott lustvoll und beglückend, wenn er Gleichheit findet. Es ist ihm eine Lust, daß er seine Natur und sein Sein da völlig ausgießt in die Gleichheit, weil er die Gleichheit selber ist."
"In dem gleichen Augenblick, da der Mensch seines Gott-Eins-Seins bewußt wird, wird der Gott in ihm sich seiner selbst bewußt." ................... Schiller war, wie Humboldt durchdrungen von dem Glauben an "die dem Menschen unsichtbar innewohnende Kraft und von der erhabenen und so tief wahren Ansicht, daß es eine innere geheime Übereinstimmung geben muß zwischen ihr und der das ganze Weltall ordnenden und regierenden Macht, und daß alle Wahrheit nur Abglanz der ewigen ursprünglichen sein kann."
"Nicht der hat Religion, der an die Heilige Schrift glaubt, sondern der, welcher keiner mehr bedarf und wohl selbst eine machen könnte." (Friedrich Schleiermacher)
"Nichts ist im Himmel noch auf der Erde, das nicht im Menschen ist. Denn Gott, der im Himmel ist, der ist auch im Menschen. Wo auch sonst wäre der Himmel, wenn nicht im Innern der Wesen! Darum weiß Gott unmittelbar, was wir wollen; denn er ist näher bei unserem Herzen als die Zunge oder die Gedanken. Gott hat im Menschen seinen Himmel groß und schön gemacht, edel und wohl. Er ist in seinem Himmel - und das ist : im Menschen."
"Wer in der Natur lebt, lebt in Gott."
"Aus vielen Wurzeln wächst das Menschsein; mächtig sind diese: Sein körperlich-seelisches Leben, das im tiefen Grund alles Lebens wurzelt und aus dem sich Gestalt und Art bauen. Seine sittliche Urteils- und Tatkraft, die ihn die sittlichen Forderungen spüren und erkennen läßt und ihn zur Gemeinschaft befähigt. Seine Denkkraft, sein "Verstand", in dem sich die Gesetze der Wirklichkeit widerspiegeln und der ihn zur Erkenntnis und zur Wahrheit führt. Sein metaphysischer Spürsinn, mit dem er das innere Wesen und die Gesetze des Lebens entdeckt. Sein Schönheitssinn, der ihn die Harmonie der Welt ergreifen läßt, damit er sie spüre und gestalte mit Hilfe der ihm innewohnenden Bildkraft. Sein Glaube, der ihn in befreiender Erfahrung mit dem Göttlichen verbindet. Und alle diese in sich fassend: die Kraft der Liebe und des Opfers, die alles Lebendige von Anfang bis Ende schaffend und tragend durchdringt. So wächst er aus der ewigen Tiefe und wird ohne Aufhören von ihr genährt."